Didgeridoo FAQ
1. Wie kann ich mein Didgeridoo innen putzen?
Du befestigst einen Lappen an einer Schnur, an die du ein Gewicht befestigt. Das Gewicht mit der Schnur lässt du durch dein Didge gleiten und ziehst dann an der Schnur den Lappen durch das Didgeridoo.
2. Wo kann man gute Didges kaufen?
Es gibt verschiedene Adressen im Netz, die gute Didges verkaufen. Ich nenne mal ein paar Namen von Didgebauern, die durch ihre qualitativ sehr guten Didges in den Didge-Kreisen bekannt geworden sind. Zum Einen ist da Eddy Halat zu nennen, Walter Strasser und Stefan Thiel.
Zum Anderen gibt es auch einige unbekannte sehr gute Didgebauer wie z.B. ein Freund von mir, Alfons Bronk. Er ist noch ein Geheimtipp, aber ich denke, daß er bald kein Unbekannter mehr in der Szene sein wird. Seine Selbstbauten aus einheimischen Hölzern finden immer mehr Liebhaber.
Kontakt zu Alfons, der im Rhein Main Gebiet wohnt, bekommst du über mich.
Noch ein Tipp:
Es ist am besten, die Didges selber anzuspielen, denn jedes Didge ist anders. Wichtig ist, das du mit dem Mundstück zurechtkommst, das es sich leicht anspielen lässt und das der Sound klar in den Obertönen ist. Die Optik ist zweitrangig!
3. Ich habe in meinem Didgeridoo einen Riss endteckt. Da mein Didge aber bemalt ist kann ich nicht erkennen, wie weit der Riss ins Holz geht. Welche Methoden gibt es, dieses Problem zu überprüfen?
Du kannst während des Spielens eine Kerze oder ein Feuerzeug an den Riss halten. Flackert die Flamme beim Spielen, geht der Riss bis zum Innenraum des Didges. Ist der Riss klein, reicht es meist etwas Sekundenkleber hineinlaufen zu lassen. Ist der Riss größer, kann man 2 Komponentenkleber benutzen. Du kannst auch an dem Riss saugen. Bekommst du Luft durch den Riss, ist er durchgängig.
4. Was ist Gegendruck?
Da zitiere ich einfach mal Frank Geipel :
"Der beim Didge-Spielen empfundene Gegendruck wird hauptsächlich durch den akustischen Scheinwiderstand verursacht. Dieser Scheinwiderstand ist frequenzabhängig. Ähnlich wie bei elektrischen Schwingkreisen.Abhängig von der Innenform des Instrumentes ergibt sich eine Reihe von Eigenresonanzfrequenzen, bei denen das Instrument anspielbar (zum Schwingen anregbar) ist.Beim Anspielen der tiefsten Eigenresonanzfrequenz (dem Grundton) werden auch die ganzzahligen Vielfache der Grundtonfrequenz als Obertöne mit angeregt. Je mehr dieser Obertöne zufällig auf den vorhandenen Eigenresonanzfrequenzen liegen, um so höher ist der akustische Scheinwiderstand und damit der empfundene Gegendruck"(Weiterführend zum Thema ist auch das Buch "Das Didgeridoo-Phänomen", erschienen im Traumzeitverlag )
5. Ich mag kein Bienenwachs als Mundstück, weil es so klebt. Welche Alternativen gibt es?
Wenn man einigermaßen handwerklich interessiert ist, kann man den Bienewachs entfernen und ein Mundstück aus Holz drechseln (lassen) und aufkleben. Oder man stellt sich ein Mundstück aus dickwandiger Kokosnussschale her. Man kann eventuell auch das Mundstück des Didgeridoos, nachdem man das Wachs entfernt hat, so bearbeiten (schmirgeln, feilen) das es sich angenehm beim Spielen anfühlt. Noch eine Alternative: Silikonmündstücke zum Aufkleben.
6. Mein Didgeridoo hat innen Schimmel angesetzt. Muss ich es jetzt wegschmeißen?
Bei Schimmelbefall auf Holz habe ich die Erfahrung gemacht, daß Zitronensäure (Kaffemaschinenentkalker) in Wasser gelöst, super hilft. Einfach auf die schimmeligen Stellen sprühen und einwirken lassen. Hat bei meinem frischen Bucherohling jedenfalls ganz klasse gewirkt.
7. Ich habe ein günstiges Didgeridoo bei einer Auktion gekauft. Irgendwie klingt es nicht richtig und ich brauche sehr viel Luft beim Spielen.
Wahrscheinlich handelt es sich bei dem guten Stück um ein Didge aus Indonesien aus Teakholz. Es gibt unter Teakholzdidges durchaus auch brauchbare Instrumente. Aber oft sind sie schlecht verarbeitet. Leuchte mal mit einer Taschenlampe in das Didge hinein. Meistens sieht man dort Holzfasern abstehen. Diese kann man entweder mit verlängerten Schmirgelhölzchen entfernen (Schmirgelpapier um ein Kantholz wickeln und festpinnen). Oder mit einer kleinen Metallkugel, die auf eine Stange geschweißt ist und zum Glühen gebracht wird, wegbrennen.
VORSICHT! SEHR GEFÄHRLICH! NUR AUF EIGENE GEFAHR!!
Desweiteren kann dein Didge auch irgendwo gerissen sein, weshalb Klang und Druck verloren geht. Aber selbst, wenn du die Fasern wegbrennst, das Didge innen ölst und die Risse geflickt hast, kann es miserabel klingen. Am besten, man lässt sich kein Didge schicken, sondern sucht sich einen Shop aus, der einigermaßen in der Nähe liegt und testet die Instrumente selbst aus!
8. Wie lange muss mein Rohling trocknen und was sollte ich dabei beachten?
Die Didgeridoorohlinge werden getrocknet, um Rissbildung zu vermeiden. Holz trocknet so im Durchschnitt 1cm pro Jahr von außen nach innen. Die meisten Didgeridoobauer lagern ihre Rohlinge zwischen 1 und 3 Jahre. Dabei ist es wichtig, die Rinde am Stamm zu lassen und alle blanken Schnittflächen (auch an den Ästen) mit wasserfestem Holzleim zu bestreichen. Dadurch entsteht eine Art Kunstrinde, die den Stamm nicht zu schnell trocknen lässt. Denn trocknet der Stamm zu schnell, schrumpft das äußere Holz zusammen (da es ja schneller trocknet als der Kern). Da der äußere Mantel dann nicht mehr die vorherige Fläche besitzt, den Kern zu umschließen, reißt er auf. Natürlich gibt es aber auch die Methode, mit noch frischen Rohlingen Didgeridoos zu bauen. Hier muss darauf geachtet werden, daß die beiden Hälften entweder noch die Rinde besitzen, oder mit wasserfestem Leim versiegelt sind. Klebt man die Hälften nun zusammen, müssen sie mit Schauchschellen fest eingespannt werden. Man sollte die ersten Tage ca. alle 12 Stunden die Schlauchschellen nachziehen, da das noch feuchte Holz ja nun trocknet und dabei schrumpft. Nur wenn die beiden zusammengeklebten Hälften schön fest zusammenbleiben, hat das Holz wenig Chanchen zu reißen. Genaueres findest du auf http://www.didgeridoo-physik.de unter "test-a-doo" und dort dann unter "Didgeridoo-bau".
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